Nur für heute werde ich mich bemühen …
„Nur für heute werde ich mich bemühen, den Tag zu erleben, ohne das Probelme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen
Nur für heute werde ich die größte Sorge für mein Auftreten pflegen […]“
(erkannte Johannes Paul XXIII)
Der Papst, der mit seinem bürgerlichen namen Angelo Guiseppe Roncalli hieß,

Johannes Paul XXIII, Foto Wikipedia
lebte von 1881-1963 in Italien. Er war der 261 Stellvertreter Gottes auf Erden und übernahm dieses Amt nach seiner Wahl am 28. Oktober 1958. Als Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche mit Sitz im Vatikan in Rom waltete er fünf Jahre bis zu seinem Tod seines Amtes.Wegen seiner bescheidenen Art und Volksnähe wurde er auch der „gute Papst“ genannt.
Einer seiner Nachfolger, Johannes Paul der II, sprach ihn im Jahr 2000 selig. Vierzehn Jahre später, im Jahr 2014 wurde er durch den Reform-Papst Franziskus heilig gesprochen. Weil er so ein besonderer Mensch war, gedenkt die evangelisch-lutherische Kirche in Amerika seiner am 3. Juni, seinem Todestag.
Wer seinen Dekalog zur Gelassenheit liest, den ich hier eingangs begonnen habe, der versteht vielleicht einmal mehr, warum gerade dieser Papst ein Denkmal in den Herzen vieler Menschen hat.Dekalog heißt übrigens eine Sammlung von Geboten und Verboten.
Diese von mir erwähnten Zeilen drehen sich um die Gelassenheit. Und so resümierte der Papst weiter in seinem Gebot zur Gelassenheit:
… vornehm in meinem Verhalten; ich werde niemand kritisieren,
ja, ich werde nicht danach streben, die anderen zu verbesseren, nur mich selbst.
Nur für heute werde ich der Gewissheit glücklich sein,
dass ich für das Glück geschaffen bind, nicht nur für die andere, sondern auch für die Welt.
Nur für heute werde ich mich an die Umsätnde anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen.
Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen: wie die Nahrung für das Leben notwendig ist, so ist die Lektrüre notwendig für das Leben der Seele.
Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen.
Nur für heute werde ich etwas tun, das ich keine Lust habe zu tun: sollte ich mich in Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass es niemand merkt.
Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich ungenau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und der Unentschlossenheit.
Nur für heute werde ich fest glauben-
selbst wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten -, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es niemand sonst auf der Welt.
Nur für heute werde ich furchtlos sein. Stattdessen werde ich mich an allem erfreuen, was wunderbar ist, und an die Güte glauben.“
Ich übe mich immer mehr im Jetzt anzukommen. Wer ist noch dabei?
Frohe Weihnachten und eine besinnliche Zeit
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Johannes Paul der XXIII
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