Über Zufälle, gescheites Scheitern und einen Kairos

Was für Zufälle und günstige Augenblicke rund ums Scheitern!

Vorgestern früh reifte für mich ein Kairos, wie die alten Griechen den günstigen Augenblick nannten. Dieser Kairos betraf ein Werk von  Felix Maria Arnet namens: „Gescheit scheitern“.  Der Autor, der auch Redner und Coach ist, hat es mir im letzten Jahr geschenkt. Das Buch ist ein kleines Schätzelein aus der Gabal Reihe: „In dreißig Minuten wissen Sie mehr!“

Dafür danke ich dem Experten, genau wie für seine Widmung, mit der er mir ans Herz legte, an meine Träume zu glauben …

Ich brauche allerdings mehr als dreißig Minuten,

um dieses tiefsinnige Werk zu verinnerlichen. Damit folge ich dem im Vorwort des Autors geäußerten Wunsch, achtsam zu lesen. Stellenweise glaubte ich durch seinen Duktus, es selbst geschrieben zu haben. Damit ist der charakteristische Schreibstil eines Autors gemeint. Dass ich mich in der ganz ureigenen Handschrift eines Menschen wiederfinde und auch in der Themenwahl, die sich beispielsweise durch die Wortwahl unterscheidet:

Herr Arnet nennt es : gescheit scheitern.
Ich nenne es               : Kunstvoll Abschied nehmen

ist für mich überaus erstaunlich. Ich glaube an die Wiedergeburt der Seele und habe das Gefühl,  das wir beide  einer „Alten Seelenfamilie“ entstammen. Außerdem glaube ich daran, das wir in dieses Leben hinein geboren worden sind, um schwerwiegende Lebensaufgaben zu erfüllen. Beispielsweise die, das Scheitern bis zur Neige auszukosten, um letztlich in unsere wahre Größe hinein zu wachsen.

Und ich glaube daran, dass sich unsere unfertigen und fertigen Erfahrungen sowie unsere seelische Verletzungen über den Tod hinaus in unserer Seele abspeichern. Durch unsere Geburt wird unser Bewusstsein meinem Gefühl nach auf null gestellt. Doch wie auf einer gelöschten Festplatte sind noch alle Daten vorhanden. Durch eine intensive Innenschau können Sie ans Tageslicht unseres Bewusstseins geholt werden.
Diese Herangehensweise erklärt mir, warum mein Leben genauso verlaufen ist, wie es verlaufen ist und schenkt mir inneren Frieden.
Glauben, so formulierte es der Dalai Lama einst, sei erfahrenes Wissen. Die Erfahrungen dieses einen Lebens bestätigen mir meinen Glauben.

Doch zurück zu dem Autor.

Felix Maria Arnet sagt von sich unter anderem in einer Ausgabe im Managementradio:

Ich bin brutal gescheitert.“

Wie dem Beitrag auf Managementradio zu entnehmen ist, war Felix Maria Arnet in seinem ersten Leben Chef einer Werbeagentur und leitete achtzehn Jahre lang ein Unternehmen mit achtzehn Mitarbeitern. Dann musste er Insolvenz anmelden. Auf MR wird er zitiert, indem was er damals empfand:

„Das fühlte sich an wie Ertrinken.  Qualvoll und schrecklich. Die Wellen schlugen über einem

zusammen, Rettung ist unmöglich.“

Und dann beschreibt sich der heutige Coach in seiner damaligen Situation:

„Zuerst habe ich mich mit Händen und Füßen gegen die Insolvenz gewehrt. Sogar als der Konkursverwalter schon in der Tür stand, machte ich noch gut drei Monate weiter, wollte möglichst viel retten und vor allem meine Mitarbeiter nicht finanziell im Stich lassen.“

Weiterhin  ist in dem Interview auf MR von Ulrich Hinsen, der selber Managementberater ist, zu lesen, was Felix Maria Arnet aus seinem Scheitern zuerst lernte. Beispielsweise:

„Das wichtigste am Scheitern ist jedoch die sofortige Akzeptanz. Da hab ich viel zu lang gezögert.“ 

Herr Arnet hat noch viel mehr aus seinem Scheitern gelernt und hat aus der einstigen Zitrone wohlschmeckende Limonade gkreirt. Er ist heute Trainer für persönliches Wachstum und brennt weiter  für seine Themen. Eines dieser Spezialgebiete ist, wie der Buchtitel schon verrät:

Gescheit scheitern“

Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer geworden, das mit Sachverstand die rationale und emotionale Seite des Scheiterns beleuchtet und wertvolle Impulse gibt.
All   das bemerkte ich beim Lesen der ersten Seiten und beim Querlesen des 96 Seitigen Büchleins

Außerdem bin ich begeistert, dass in der momentanen Zeitenwende, in der wir uns seit dem Millennium im achtzehnten Jahr befinden, ein weiteres Werk hinzugekommen ist, dass die scheinbaren Schwachstellen von uns Menschen beleuchtet. Eine Lektüre, die Mut macht, sich der eigenen dunklen Seite zuzuwenden und sie zu beleuchten. Dunkle Seite meint  das, was in unserem Unbewussten verborgen ruht und auf Erlösung hofft. Licht steht hier für den Gewinn an Erkenntnis. Hut ab!

Zeitenwende meint eine kollektive Veränderung, die nach 2000 Jahren patriarchaler Vorherrschaft mit all den dazu gehörenden Kräften, eintritt. Dazu zähle ich die absolute Dominanz und Wertschätzung des Verstandes mit seinem Kontrollwahn. Wir alle spüren die Geburtswehen der neuen Zeit, ausgelöst durch den Zusammenbruch der alten Strukturen in vielen von uns und um uns herum in der Welt.

In diesem Chaos bildet sich das Neue.

Auch das Werk von Felix Maria Arnet ist für mich ein Zeichen dieses neuen Herangehens an die immerwährenden Herausforderungen an uns Menschen… Es ist eine Zeit, in der die männlichen und weiblichen Kräfte ins Gleichgewicht kommen wollen. Mit diesen Kräften sind weniger nur die Männer oder die Frauen gemeint, sondern die Kräfte in uns allen. Die weibliche Seite in uns steht u.a.für unser Unbewusstes, die Gabe empfangen zu können, wenn wir unsere Ängste in Vertrauen zu verwandlen uvm.

Die höchste Form der Angst verbirgt sich  hinter dem Ego unserer verstandsgesteuerten Welt.

Es ist die Todesangst. Das Ego ist unser ICH, mit dem wir uns identifizieren und es ist der Teil in uns, der unsere Individualität ausmacht. Es ist die Summe unserer Gedanken und Glaubensvorstellungen, die bei vielen von uns verfestigt sind wie eine Mauer. Während andere geschmeidig ihre Glaubensvorstellungen und Gedanken immer wieder auf den Kopf stellen, um Neuland Raum zu geben.

Das Ego gibt unserem Leben Struktur und grenzt uns von anderen Individuen ab. Jemand hat ausgerechnet, dass wir zu zehn Prozent durch unseren Verstand handeln und zu neunzig Prozent aus unserem Unbewussten. Doch das Ego im patriarchalen Zeitalter glaubte daran, irgendetwas kontrollieren zu können über den eigenen Tod hinaus. Die Geschichte legt Zeugnis von diesem Holzweg ab. Für unser Ego ist es unvorstellbar, das es aufhört zu existieren. Vielleicht einer der Gründe, warum viele Zeitgenossen vom Bürostuhl direkt in den Sarg fallen.

Doch das Ego ist eben nur ein wichtiger Teil des Ganzen und stirbt mitten im Leben, beispielsweise, wenn derartige Grenzerfahrungen machen wie Felix Maria Arnet sie erleben musste. Dann, wenn sich alte Entwicklungen überholt haben oder wie in einer Sackgasse unseres Lebens angekommen sind.

ScheiternUnd so spielt in dem Werk auch das Thema der Angst eine Rolle, die Felix Maria Arnet als eine der Hauptursachen ansieht, warum es vielen von uns im Erwachsenenalter so schwerfällt einfach unser Scheitern anzunehmen. Und das, obwohl wir als Kinder voller Anmut gescheitert und daran gewachsen sind. Wäre es anders, wären wir heute als Erwachsene noch immer auf allen vieren unterwegs.

Während ich mich interessiert durch die ersten Kapitel las, die mich über Misserfolge, Fehler und Erfolgsdenken in unserer Gesellschaft aufklärten, kam ich sofort ins Reflektieren über meinen eigenen mittlerweile vierundfünfzig Jahre währenden Lebensweg.

Ich machte mir mit Bleistift ein paar Randbemerkungen, um mich später zu erinnern. Beispielsweise die, was ich – seit meinem Erwachsen werden vor achtunddreißig Jahren –  unter Erfolg verstand. Das waren bis zu meiner persönlichen Zeitenwende vor neunzehn Jahren folgende Glaubensvorstellungen:

„Alle anderen Menschen gehen ihren Weg immer geradeaus und haben Erfolg. Sie bekommen alles was sie wollen, nur ich habe Pech und falle immer wieder auf die Schnauze. Ich bin zum Scheitern verurteilt!“

Tief berührt und nachdenkend legte ich das Büchlein weg. In einem weiteren günstigen Augenblick will ich weiter lesen …

Etwa eine Stunde später ging ich in meine Küche, mahlte mit einer alten Handmühle Kaffee für eine Tasse und brühte ihn anschließend auf. Mit dem heißen Gebräu in der Hand machte ich es mir auf meinem Sofa gemütlich und schlug die Osteezeitung auf. Und was steht da auf Seite 2 unserer Lokalpresse:

Zum Scheitern verurteilt!

und in einer Unterüberschrift stellt der Autor die Frage:

„Kennen Sie Murphys Gesetz?“

Irgendwie kam mir dieses Prinzip bekannt vor. Ich dachte:

„Ich glaube, es hat etwas mit Scheitern zu tun.“

Der Artikel machte mich dann, zusammen mit der Wikipedia, schlau. Ich erfuhr, dass diese These auf einen Mann namens Edward A. Murphy zurückgeht, der bei der Airforce, der amerikanischen Luftwaffe, Ingenieur war. Das aber ansonsten wenig über diesen Mann bekannt ist, bis auf das nachfolgende Zitat, das zum geflügelten Wort wurde…

„Wenn es zwei oder mehr Möglichkeiten gibt, etwas zu tun, und wenn eine dieser Möglichkeiten zu einer Katastrophe führt, dann wird sich irgendjemand für genau diese Möglichkeit entscheiden.“ […]
Ich muss lächeln, denn ich war einst ein Paradebeispiel für Murphys Gesetz. Auch darüber lächle ich, dass der Schöpfer dieses Prinzips zufällig vor genau einhundert Jahren am vorgestrigen 11 Januar geboren wurde. Und wieder komme ich ins Nachdenken …
In mir brachen im Laufe des Jahres 1999, wenige Tage vor dem Millennium, die alten Strukturen zusammen. Jene, die verliebt ins Scheitern waren. Wenn ich in meiner Erinnerung zurückgehe, dann fühlte sich mein Scheitern für mich wie Sterben im Leben an. Nachdem ich diesen Tiefpunkt überwunden hatte, konnte ich auferstehen zu neuem Leben erwachen. Heute, neunzehn Jahre und unzählige Fehlversuche und den daraus gewonnenen Erkenntnissen weiter,  weiß ich:

Erfolg ist für mich nach 999 Fehlschlägen erfolgreich zu sein.

oder „Erfolg ist, eine Sache in die viel Energie geflossen ist, loszulassen.“

Von wem die Zitate sind, ist mir leider entfallen. Misserfolg fühle ich nur wirklich in einem familiären Thema, bei dem ich annehmen muss, was ist. Misserfolg bedeutet für mich in diesem Sinne wohl, ich hätte es – trotz besserem Wissen – gern anders als es ist. Aber die längsten Wege, die wir im Leben zu gehen haben,  sind die vom Kopf ins Herz.

Über zehn Jahre habe ich mit all meinen neu erworbenen Fähigkeiten alles versucht, um eine harmonische Lösung für alle Beteiligten herbei zu führen. Doch irgendwann erkannte ich, dass loslassen auch Liebe ist. Langsam hört es auf weh zu tun, ich gehe durch den Schmerz hindurch und komme wieder ins Licht. Neben all der Trauer wachse ich über meine Ängste hinaus ins Vertrauen, dass alles so geschehen wird, wie es soll.

Mein elfter Januar floss ebenmäßig weiter,

während ich meine Aufgaben erledigte. Gleichzeitig arbeiteten Felix Maria Arnets Ausführungen in meinem Hinterstübchen unbewusst weiter. Zwischen durch fielen mir noch mehr Dinge ein, an denen ich gescheitert und letztlich gewachsen bin.

Irgendwann hatte ich mein Tagespensum erledigt, holte mein Rad aus dem Keller und fuhr eine ganze Zeit an der Warnow entlang, um dann wieder irgendwann wieder zu Hause anzukommen. Ich aß etwas und folgte dem Ruf meiner inneren Stimme, doch mal in der ARD Mediathek zu stöbern.

Und was finde ich! 😉

Messner

Scheitern

Reinhold Messner auf der Frankfurter Buchmesse 2015, Foto Heike Huslage-Koch, Wikipedia

eine tiefgründige, überaus persönliche und bildgewaltige Dokumentation über den Abenteurer und Extrembergsteiger Reinhold Messner.  Für mich ist er auch einer aus dem „Alten Seelenstamm.“

Denn auch in ihm erkenne ich mich wieder in den Extremen zu leben und dem Tod hinter her zu laufen, um letztlich das Leben und sich selbst zu finden. Eben diese Aussagen trifft Messner in der Dokumentation. Zu den Lebensaufgaben vieler Menschen unseres Stammes gehört es,  immer wieder Grenzen zu überwinden und andere Grenzen anzunehmen.

Felix Maria Arnet zitiert Reinhold Messner an mehreren Stellen, mutmaßlich, weil auch er von dem Leben des Abenteueres faziniert und inspiriert ist. Außerdem beschäftigt sich Reinhold Messner intensiv mit der Thematik des Scheiterns.

Beispielsweise unternahm er 25 Versuche, um die vierzehn achttausend Meter hohen Berge zu erklimmen, die es auf unserem Globus gibt. Und das ohne Unterstützung von weiterem Sauerstoff. Ich wandere manchmal auf den Brocken. Der ist nur 1146 hoch. Da spüre ich schon, wie die Luft dünner wird. Wie muss es erst mehr als siebentausend Meter weiter oben sein? Elf Versuche Messners sind also gescheitert.

Und diesen Beitrag sehe ich ausgerechnet an einem 11. Tag eines Monats 🙂

Durch all seine Lebenserfahrungen gelingt es Reinhold Messner, wie ich von Felix Maria Arnet erfahre, in die Schönheit des Scheiterns hinein zu wachsen. Also in ein Scheitern in Würde und Respekt zu dieser zutiefst zu unserem Menschsein gehörenden Angelegenheit. Es ist die erlöste Form des Scheiterns. Da fällt mir ein Zitat von einem indischen Philosophen namens Tabir ein:

„Er.lösung gehört in die Zeit vor deinen Tod.“

Felix Maria Arnet beschreibt Reinhold Messner als einen Mann der weiß, dass er nur durch all sein Scheitern mitsamt seinen schlimmsten Erlebnissen das geworden ist, was er heute ist und zitiert ihn:

„Ich lerne durch mein Scheitern mehr als durch meine Erfolge. Wenn ich Erfolg hatte, weiß ich in der Regel anschließend nicht, warum ich Erfolg hatte. Es spielt dann auch keine Rolle mehr. Was bleibt, ist nur ein Erfolgsgefühl. Der Lernprozess fehlt. Wenn ich aber gescheitert bin, dann weiß ich, ich habe etwas falsch gemacht. Ich bedenke dann meine Expedition, um den Knackpunkt heerauszufinden. […]
Ich kann dann beim zweiten Versuch neu ansetzen und den Fehler heraus korrigieren – was nicht bedeuten muss, dass die Expedition erfolgreich verlaufen wird. Vielleicht scheitere ich erneut. Dann muss ich wieder Fehler herausfinden und diese korrigieren. Und so sukzessive meine gescheiterten Expeditionen prüfend und hinterfragend sowie die Logistik korrigierend – kann ich am Ende erfolgreich sein.“ (Quelle Manager Seminare 122 Seite 30)
Die gerade erwähnte Filmbiographie über Reinhold Messner unterstreicht eindrücklich diese Aussage. Geboren als eines von neun Geschwistern, mit einem Vater, in dem der Zweite Weltkrieg auch im Frieden weitertobte und von innen sein Werk tat. Ein Werk, dass sich in Aggressionen gegen die Kinder verbalisierte.  Die Spiegel seines eigenen verletzen inneren Kindes.

Aber auch eine Kindheit mit einer liebevollen Mutter, die ihm Kraft und Zuversicht schenkte. Sein Bruder Günther war ihm viele Jahre, bis zu einem tragischen Unfall im Himalaja, Seilschaftspartner. Beide gingen sie bis ans Limit und darüber hinaus. Er liebte wie sein Bruder Reinhold die Extreme.

Dieses Erlebnis wird viele Jahre unerlöst in Reinhold Messner arbeiten. Als Messner alle Achttausender bezwungen hatte, hörte er mit dem Extrembergsteigen auf, wandte er sich den Wüsten und Polen von Mutter Erde zu. Am Nordpol brach sein Gefährte ins Packeis ein und die alten Dinge kamen hoch. Er rief in etwa:

Günther, ich hole dich da raus!“

An einem anderen Tag wiederholte Reinhold Messner diese Aussage, obwohl der Gefährte ein ganz anderer Mensch war.

Felix Maria Arnet beschreibt in seinem Werk eindrücklich,

welche Bedeutung das Scheitern für den Extrembergsteiger und Abenteuer hat. Jeder falsche Schritt kann in der Katastrophe enden. Der Experte für persönliches Wachstum schreibt:

„Darum gehören die Misserfolge zur Bewältigung eines Projektes unbedingt dazu. Messner geht jedoch weiter.
‚Heute – im Rückblick – sind mir die gescheiterten Expeditionen eigentlich lieber als die erfolgreichen. Sie schaffen die Grundlage für weitere viel größere Erfolge. Wäre ich nie gescheitert, wäre ich nicht mehr am Leben.‘ (ebd.)“

Neben Herrn Messner hat Herr Arnet noch weitere Zeitgenossen zitiert und irgendwann die Frage gestellt:
„Wenn so viele Menschen dem Scheitern ihren letztlich ihren Erfolg verdanken, warum behandeln wir ihn dann so stiefmütterlich?“

Nun bin ich erst einmal gespannt, wie sich „Gescheit scheitern“ weiter entfaltet. Außerdem frage ich mich, warum sowohl Herr Arnet, als auch Herr Messner das Wort – Tod – vermeiden und es mit „Katastrophe“ und „nicht mehr am Leben“ umschreiben?

Auf jeden Fall kann ich „Gescheit scheitern“ schon jetzt wärmstens empfehlen.

Hingabe

Biographin Irene Wahle, Foto Gert Wagner

PS: Durch mein Scheitern, mein Sterben im Leben, veränderte sich mein Blickwinkel.

Früher hatte ich zuerst das Wohl der anderen im Blick. Heutzutage stelle ich mein eigenes Wohl an erste Stelle.  Das nenne ich Selbstliebe und tut mir gut.

Seitdem reduzieren sich auf magische Weise der eine und der andere Fall des Scheiterns … die Sichtweise, dass nur ich ewiglich am Scheitern bin, habe ich transformiert in den Gedanken,
dass Herausforderungen Spaß machen.

Danke, verehrter Herr Arnet, dass ich durch Sie wieder einmal ins Reflektieren kam und etwas lernen kann.

 

Weiterführende Links

Messner im Bayrischen Rundfunk
zu sehen bis zum 18.01.2018

Felix Maria Arnet
Probelesen „Gescheit scheitern“

Kunstvoll Abschied nehmen – vom Sterben im Leben und im Tode
Ein Fachbuch fürs Leben

Kairos
Der günstige Augenblick

Reinhold Messmer
Die Website

Zitate von Herrn Messner:

„Grenzgänger zu sein bedeutet weniger, Grenzen zu verschieben oder neue Grenzen zu erreichen. Es bedeutet zu allererst, die eigenen Grenzen zu erkennen.“

„Meinen Instinkten wage ich nie zu wiedersprechen.“

Irene Wahle ist seit 2004 freiberuflich als Biographin im deutschsprachigen Raum tätig. Sie schreibt und produziert in Kooperation mit ausgewählten Netzwerkpartnern kostbar gestaltete Biographien, Lebens-Zwischen-Bilanzen und Firmenchroniken. 2008 wurde sie für die von ihr geschriebenen Lebenserinnerungen: „Kandelaber-Heckmann “ mit dem 1. „Deutschen Biographiepreis“ ausgezeichnet. BiographinIW ist als Expertin für Lebens – und Unternehmensbücher ins „Netzwerk der Besten | Großer Preis des Mittelstands“ aufgenommen worden. Mit ihrer Arbeit setzt sich Irene Wahle dafür ein, Leben zu klären, Erinnerungen als wichtigen Bestandteil unserer Kulturgeschichte zu bewahren, Lebensleistungen zu würdigen und Visionen zu entwickeln. Tel. +49 381 68 63 874 biographie[at]irene-wahle.de

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