Welkes Blatt oder Gedanken zum Ewigkeitssonntag

Welkes Blatt

Hermann Hesse

 

„Jede Blüte will zur Frucht, jeder Morgen Abend werden,

Ewiges ist nicht auf Erden. Als der Wandel, als die Flucht.

Auch der schönste Sommer will einmal Herbst und Welke spüren.

Halte Blatt, geduldig still, wenn der Wind dich entführen will.

Spiel dein Spiel und wehr dich nicht, lass es still geschehen.

Lass vom Winde der dich bricht, dich nach Hause wehen.“

Sorry

Liebe Blogleserinnen und Blogleser, eigentlich sollte an dieser Stelle auf der Basis von Hermann Hesses Gedanken ein tiefgründig ausgearbeiteter Artikel zum Ewigkeitssonntag, dem Totensonntag stehen.

Leider hat es mich, aus dem Nichts – von Jetzt auf Gleich – gefällt wie eine deutsche Eiche. Ich bin gestürzt … und starb mal wieder einen der berühmten Tode mitten im Leben. Gerade noch mobil und quicklebendig, muss ich jetzt drei Gänge zurück  schalten, um mich zu erholen. Ich bitte dafür um Nachsicht …

Spuren, die nie  ganz verwehen

Gleichzeitig widme ich diesen Blog all jenen Menschen, die in Ewigkeit und noch drei Tage länger zu mir und meinem Leben gehören. Meinen Ahnen, auf deren Schultern ich stehe … und durch die ich das geworden bin, was ich bin. Lehrerinnen und Lehrern, die mich inspiriert haben und auch schon von uns gegangen sind.
Freunden und Weggefährten, die ihre Spuren in meinem Herzen hinterlassen haben … Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke mir die Welt erklären, mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern und mich erkennen lassen.
Menschen, aus vergangenen Tagen, die einfach da waren …. und nun von uns gegangen sind.

Mögen ihre Spuren nie verwehen.

Einer der in diesem Jahr von uns gegangen ist, ist der Liedermacher Holger Biege

Der Liedermacher Holger Biege

Holger Biege war ein ein Liedermacher, Sänger und Pianist. 1952 in Greifswald in der DDR geboren gehörte die Musik immer zu ihm. Mit seinem Bruder zusammen sang er zur Freude der Nachbarn die Hits von damals. Bob Marley gehörte dazu. Während der Bruder eine Sängerkarriere anstrebte, widerstrebte das dem Holger. Doch dann traute er sich zur Freude von uns allen in die Öffentlichkeit.

Die, wie bei allen DDR Sängerinnen und Sängern erst einmal mit einer fundierten Ausbildung. Er wählte Klavier-und Gesang an der Musikschule in Friedrichshain in Ostberlin.

All seinen Liedern war eines gemein: sie waren voller Poesie und Tiefe. Sie hatten etwas zu sagen in einem Staat, der seine Bürgerinnen und Bürger kontrollieren wollte … er fand wie viele von uns seinen Weg geschmeidig zwischen den Zeilen.

Wikipedia schreibt über den Künstler:

Holger Biege war ab 1975 Mitglied der Schubert-Band. 1976 und 1977 hatte er erste Auftritte in Polen, der ČSSR und West-Berlin. 1978 erschien bei Amiga sein erstes Album Wenn der Abend kommt, gefolgt 1979 von Circulus. Die Texte beider Langspielplatten stammten von Fred Gertz und Ingeburg Branoner, die Musik von Biege selbst. Für die LPs wurde er 1978 und 1979 von der Jugendzeitschrift neues leben zum „Interpreten des Jahres“ gewählt. Daneben komponierte er auch für seinen Bruder Gerd Christian.

1980 gründete Biege eine eigene Band. Nach einem Gastspiel blieb er 1983 mit seiner Familie in West-Berlin und übersiedelte dann nach Hamburg. In den folgenden Jahren arbeitete er überwiegend als Arrangeur und Sachverständiger für Musikverlage. 1984 veröffentlichte er sein drittes Album Das eigene Gesicht, seine erste LP in der Bundesrepublik Deutschland, beim Label Polydor. Die meisten Texte für dieses Album schrieb Michael Kunze.

1990 unternahm Biege eine Solo-Konzerttournee durch die DDR. Es folgten mehrere CDs. Am 12. Juni 2012 erlitt er einen Schlaganfall. Eine geplante Tournee anlässlich seines 60. Geburtstages konnte deswegen nicht stattfinden. Zu seinem 65. Geburtstag erschien 2017 das Liederbuch Deine Liebe und mein Lied mit CD.“

Vielen Dank Holger Biege für die Spuren von Liebe in meinem Herzen.  Möge auch ich eines Tages solche Spuren in den Herzen meiner Mitmenschen hinterlassen. Auf das unser aller Licht für immer leuchten …

 

Irene Wahle ist seit 2004 freiberuflich als Biographin im deutschsprachigen Raum tätig. Sie schreibt und produziert in Kooperation mit ausgewählten Netzwerkpartnern kostbar gestaltete Biographien, Lebens-Zwischen-Bilanzen und Firmenchroniken. 2008 wurde sie für die von ihr geschriebenen Lebenserinnerungen: „Kandelaber-Heckmann “ mit dem 1. „Deutschen Biographiepreis“ ausgezeichnet. BiographinIW ist als Expertin für Lebens – und Unternehmensbücher ins „Netzwerk der Besten | Großer Preis des Mittelstands“ aufgenommen worden. Mit ihrer Arbeit setzt sich Irene Wahle dafür ein, Leben zu klären, Erinnerungen als wichtigen Bestandteil unserer Kulturgeschichte zu bewahren, Lebensleistungen zu würdigen und Visionen zu entwickeln. Tel. +49 381 68 63 874 biographie[at]irene-wahle.de

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