Den Löffel abgeben

Wer den Tod eines Mitmenschen etwas zynisch umschreiben will, der kann auch sagen:

„Er hat den Löffel abgegeben.“

Doch was hat nun der Löffel mit dem Aushauchen des Lebens zu tun?

Löffel,  Foto: Oliver Haja – pixelio

Tatsächlich war das Eßwerkzeug in früheren Zeiten viel wertvoller und seltener als heute.
Im Mittelalter war der eigene Löffel ein lebensnotwendiges Werkzeug und wurde immer überall hin mitgeführt. Ihn „abzugeben“ (oder „abgeben zu müssen“) war gleichbedeutend mit „kein Lebensrecht mehr haben“.
In einigen Gegenden wie zum Beispiel im Schwarzwald wurde den Knechten vom Bauern für die Dauer ihres Dienstes ein Löffel leihweise überlassen. Nach Beendigung des Dienstes musste dieser Löffel wieder abgegeben werden.
In den Familien aßen die Menschen oft  gemeinsam aus einer einzigen Schüssel und der Löffel des Großvaters wurde nach dessen Tod weitervererbt.

Wenn man „den Löffel hinlegt“   hieß das, daß man aus dem Leben scheidet: 

Dann nämlich hat ein letztes Mal die Nahrungsaufnahme stattgefunden und der Löffel wird für immer hingelegt.

 

(Quelle: Wikipedia)

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Irene Wahle ist seit 2004 freiberuflich als Biographin im deutschsprachigen Raum tätig. Sie schreibt und produziert in Kooperation mit ausgewählten Netzwerkpartnern kostbar gestaltete Biographien, Lebens-Zwischen-Bilanzen und Firmenchroniken. 2008 wurde sie für die von ihr geschriebenen Lebenserinnerungen: „Kandelaber-Heckmann “ mit dem 1. „Deutschen Biographiepreis“ ausgezeichnet. BiographinIW ist als Expertin für Lebens – und Unternehmensbücher ins „Netzwerk der Besten | Großer Preis des Mittelstands“ aufgenommen worden. Mit ihrer Arbeit setzt sich Irene Wahle dafür ein, Leben zu klären, Erinnerungen als wichtigen Bestandteil unserer Kulturgeschichte zu bewahren, Lebensleistungen zu würdigen und Visionen zu entwickeln. Tel. +49 381 68 63 874 biographie[at]irene-wahle.de

2 Antworten auf Den Löffel abgeben

  • Immer wieder interessant, zu wissen, wie die alten Sprichworte entstanden sind…

    • BiographinIW sagt:

      Hallo, Herr Scholze,

      ja, das finde ich auch. Deswegen freue ich mich, wenn ich solche Sprach-Kultur-Schätze finde und weiter verbreiten kann. Wie ich sehe, kommen Sie aus dem Harz. Gute Grüße dorthin. Ich bin in Blankenburg am Harz geboren und groß geworden.

      Gute Grüße von der BiographinIW

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