Die Hütte – ein Wochenende mit Gott

Bin total gerührt von einem Film den ich mir am Ostersonntag angeschaut habe: Die Hütte – ein Wochenende mit Gott.  Das Drama basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des kanadischen Autoren William Paul Young. Ein Film der um die Bewältigung von Trauer kreist. Das jüngste Kind der Familie ist während eines Campingwochenendes entführt, missbraucht und ermordert worden. Schuld- und Hassgefühle, nie enden wollender Schmerz, die Trauer um den Verlust des geliebten Kindes und der Schwester stehen im Raum. Vater und Tochter vermauern sich in ihrem Schmerz. Sind unerreichbar für ihre Mitmenschen und kreisen endlos in ihrem Leid.

Die Mutter wird von ihrem Glauben getragen…

Der Hauptdarsteller zweifelt, verzweifelt und fragt sich immer wieder, wieso Gott die Menschen liebt und trotzdem so viel Leid und Unrecht auf der Erde zulässt?
Diese Frage beschäftigt viele Menschen.

Selbst befasse ich mich wieder einmal wie gefügt

mit dieser Fragen. Dieses Mal zusammen mit einem Kunden mit dieser Frage.  Er hat seine Antwort darauf gefunden. So wie ich meine Antwort darauf gefunden habe. Antworten, die der in dem Film ähneln. Antworten, die während einer langen Auseinandersetzung aus ihm heraus gewachsen sind. Er hatte sich gefragt, warum Gott solches Leid zulässt, nachdem er in Israel mit überlebenden Menschen des Holocaust zusammen getroffen war.
Mein Kunde hatte damals als gerade 19jähriger junger Mann Bilder aus Vernichtungslager gesehen, bei dem ein Wärter ein Kind solange gegen eine Wand schlug, bis es tot war. Dieses Erlebnis schockierte meinen Kunden und überstieg sein Vorstellungsvermögen. Das Thema hatte sein Herz berührt, Fragen aufgeworfen und eine intensive zwanzigjährige Beschäftigung ausgelöst. 
Er wollte wissen und ging in die Tiefe der Dinge, um zu verstehen. Dann begann er zu verstehen und konnte doch nie begreifen wie Menschen Menschen soetwas antun können.

Das ist auch das, was mich an „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ tief bewegt …

anstatt in der Fassungslosigkeit solcher Taten stecken zu bleiben, steigt er in die Tiefe des Problems ein. Voller emotionaler Bilder wird dem Betrachter die Familie vorgestellt bis zu jenem Moment, als das Kind verschwindet und die Welt in der Kälte des Winters versinkt.
Der Held erhält inmitten seiner Verzweiflung eine Einladung von Gott, ein Wochenende mit ihm in eben jener Hütte zu verbringen, in der das rote Kleidchen des Kindes gefunden wurde, zusammen mit Blutspuren des zauberhaften Mädchens. Nie wurde die sterbliche Hülle des Mädchens gefunden. Nach langen Bedenken nimmt er die Einladung an.
Der Film entwickelt sich dann an Möglichkeiten des Realen und überschreitet die Grenzen des Mystischen. Eine in sich vollkommen schlüssige Geschichte, die spirituelle Wahrheiten und wissenschaftliche Erkenntnisse über Nahtoderlebnisse zu einem wundervollen Gesamtkunstwerk vereint.

In der Tiefe beleuchtet „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ 

facettenreich in der Verkörperung des männlichen und weiblichen Aspekts des Göttlichen alle Fragen, die dem Helden auf dem Herzen brennen.  Gott nimmt den Menschen in seiner Verzweiflung, seinem Zorn und seiner Wut liebevoll an.
Der Mann trifft Gott zuerst in der Verkörperung einer schwarzen Frau und dann in der Verkörperung eines männlichen Indianers. Jesus in der Verkörperung eines Juden. Die Intuition, den großen Geist in der Verkörperung einer Asiation und die Weisheit in der Verkörperung einer Europäerin.
Die HütteVon Bibel festen Kreisen wurden diese Darstellung als Sakrileg angesehen. Also die Verunglimpfung von etwas Heiligem. Da wird bezeugt, dass Gott niemals eine Frau war und der große Geist niemals eine Asiation. Es steht im Buch der Bücher geschrieben. Das ist wohl wahr. Aber sicher nur eine Seite der Wahrheit, die ja bekanntlich viele Gesichter hat.
Ich finde diese Darstellung bravorös gelöst. Denn bildhaft führt sie vor Augen, dass unser aller Körper die Tempel sind, in denen Gott und Göttin als Milliardsten Teil seine oder ihre Wohnstatt nehmen will.
Ursprünglich war das Buch: Die Hütte – ein Wochenende mit Gott nur als Geschichte für die Tochter des Autors gedacht. Doch dann schrieb er sie auf und das Buch blieb über 70 Wochen in den Bestsellerlisten. Später wurde dieser Longseller verfilmt.Ein eindrücklicher Beleg für mich,  welche tiefen Wahrhaftigkeiten dieser Film bei ungezählten Menschen innerlich berührt. Auch als Wegweiser wie wir uns und unseren Schmerz heilen und die alten Erfahrungen transformieren können.

Gott, der in diesem Film den Namen Papa trägt,

Jesus, der große Geist und die Weisheit unterstützen den Helden des Films sich seines Schmerzes bewusst zu werden, ihn zu heilen und in seine Antworten hinein zu wachsen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es bei den tiefsten Wunden unserer Seele darum geht, sie zu verstehen und sich mit dem Schmerz auseinander zu setzen. Das braucht seine Zeit, kann Jahre dauern und ist ein Prozess. So wie es in diesem Film einen Verursacher des Leids gibt, kommt dann irgendwann der Moment, diesem Menschen zu  verzeihen. Vergebung als einen Akt der Liebe, die niemals eine Tat ungeschehen machen will. Statt dessen leidgeprüften Menschen hilft, ihren Schmerz zu tranformieren und die Schranke zu öffnen, die neue Entwicklungen ermöglicht.
Die Schranke öffnet den Blickwinkel, fragt nach, wo Schuld beginnt und wo sie aufhört. Jesus formulierte das einmal treffend:
„Wir alle sehen den Dorn im Auge des anderen. Doch wir übersehen den Balken im eigenen Auge.“
Der Missbrauch und der Tod eines Kindes sind etwas, was unser Vorstellungsvermögen übersteigt. Es ist wieder die Natur des Universums, das ein nachfolgendes Kind vor den Eltern geht. Wenn es dann noch gewaltsam geschieht, ist die Tiefe des Leids für die Betroffenen unermesslich.

Deshalb kann es nie einfache Antworten auf eine solche Tat geben

In diesem Sinne sucht der Regisseur Stuart Hazeldine in seiner warmherzigen Verfilmung nach Antworten. Wer auf seinem persönlichen Lebensweg unterwegs ist, versteht die Gleichnisse und Botschaften ganz natürlich aus dem Inneren heraus. Wer diesen Film schaut, wird in jedem Fall berührt. Die Bilder und Gedanken sind Methaphern. Also Gleichnisse, durch die wir verstehen lernen können. Das weite Feld über das Gott mit dem Helden wandert und an dessen Horizont Licht in allen Farben des Regenbogens sichtbar wird.
So sieht Gott, so sehen erleuchtete Menschen wie der Dalai Lama und reife Menschen, ihre Mitmenschen.
Der Held kann für diese Momente durch die göttlichen Augen schauen. Sein Vater kommt mit einer leuchtend roten Aura auf ihn zu. Jener Mann, der ihn und seine Mutter geschlagen hat. Aber auch jenes Wesen, dem er selbst Leid zugefügt hat, indem er seinen Schnaps pantschte mit Spiritus. Und er sieht die Geschichte des Vaters, eines kleinen Jungen, der von seinem Vater geschlagen wurde …

Wo fängt Leid an? Wo hört Leid auf?

Soll es ewig so weiter gehen oder durchbrechen wir die Kette des Leids, weil wir erkennen:

Wir alle sind in der Essenz Liebe,

und wir sehen nach Liebe und Annahme. Aber wir sind auch menschliche Wesen, die in sich eine Geschichte tragen und in jedem Moment des Lebens Erfahrungen machen. Erlebnisse, die schön oder verletzend sind und sich wie die Häute einer Zwiebel um unseren lichtvollen inneren Kern legen. Häute, aus denen je nach dem Grad der Verletzungen Mauern werden. Diese Mauer ist das Ego, das uns von den anderen trennt. Von den Lebenden und den Toten.
Ein weiteres wunderbares Gleichnis erlebt der Held, als er der Aufforderung Jesus nachkommt. Er geht den Weg bis zu Ende und wenn der Weg zu Ende ist, dann soll er weiter gehen. Dort angekommen, steht er vor einer Felswand. Rein logisch ist es  unmöglich durch den Felsen hindurch zu gehen. Der begrenzte Verstand in uns schreit sofort auf.  Unser Unbewusstes klatscht in die Hände, denn es weiß: es ist ja nur das Bild für das Ego. Wenn wir uns entscheiden, die Mauern dessen einstürzen zu lassen, was uns von der Welt trennt, dann gehen wir durch Wände ins „Neuland neuer Erfahrungen.“

Und wenn das gelingt, dann verbinden wir uns wieder mit unserer Weisheit

Sie wohnt in jedem von uns. Sie ist immer da und wartet darauf, das wir uns ihr zuwenden und ihren weisen Rat hören.  Wenn das gelingt, dann bricht auch die Grenze zwischen Leben und Tod auf. Denn der Tod ist nur ein Horizont und wie dieser ist er niemals das Ende, sondern der Beginn eines neuen Weges. Sich in einer Höhle befindend mit seiner Weisheit ins Gespräch kommend und über Schuld und Sühne nachdenkend, öffent sich der Fels und er kann sein kleines Mädchen sehen …
Die unbegrenzte Kraft des Unbewussten, die weibliche Seite in uns allen, hilft ihm dank seiner Imagination das Grab seines kleinen Mädchens zu finden …
Ein wirklich bemerkenswerter Film für all die Menschen, die hinter den Vorhang des scheinbaren Seins schauen wollen. Es gab mehrere Stellen, die mich so bewegt haben, das ich weinen musste…

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Lebens-Zwischen-Bilanz schreiben lassen

Irene Wahle ist seit 2004 freiberuflich als Biographin im deutschsprachigen Raum tätig. Sie schreibt und produziert in Kooperation mit ausgewählten Netzwerkpartnern kostbar gestaltete Biographien, Lebens-Zwischen-Bilanzen und Firmenchroniken. 2008 wurde sie für die von ihr geschriebenen Lebenserinnerungen: „Kandelaber-Heckmann “ mit dem 1. „Deutschen Biographiepreis“ ausgezeichnet. BiographinIW ist als Expertin für Lebens – und Unternehmensbücher ins „Netzwerk der Besten | Großer Preis des Mittelstands“ aufgenommen worden. Mit ihrer Arbeit setzt sich Irene Wahle dafür ein, Leben zu klären, Erinnerungen als wichtigen Bestandteil unserer Kulturgeschichte zu bewahren, Lebensleistungen zu würdigen und Visionen zu entwickeln. Tel. +49 381 68 63 874 biographie[at]irene-wahle.de

5 Antworten auf Die Hütte – ein Wochenende mit Gott

  • Hallo, Irene und verehrte Blogleser,

    Ich kenne bislang nur das Buch „Die Hütte“. Ein wirklich außergewöhnliches Werk, welches mich persönlich sehr berührt hat. Das kleine Mädchen, welches in der Handlung stirbt, hat mich zu der Zeit, als ich das Buch gelesen habe, sehr an meine kleine Nichte erinnert, die damals mit 6 Jahren an Krebs erkrankt war (mittlerweile ist sie gesund und wohlauf). Die Hütte ist keine leichte Lektüre, sie berührt uns in unserem inneren Kern, mit all unseren Ängsten über Wut, Kampf, Verlust und Tod. Gleichzeitig macht die Geschichte Mut, das Leben zu sehen, unseren Zorn zu überwinden und in die Liebe zu gehen.
    Da ein Buch die eigene grenzenlose Phantasie und Kreativität anregt, während ein Film nur den Blickwinkel des Regisseurs und der Möglichkeiten der Machbarkeit zeigen, würde ich empfehlen, erst das Buch zu lesen und dann den Film zu sehen. Achtung Zeit einplanen, es kann sein, dass Sie das Buch nicht mehr weglegen können.

    MfG Theresia (Berger)

    • BiographinIW sagt:

      Liebe Theresia,

      danke für deinen Kommentar und den Hinweis auf das Buch. Ich bin sehr froh, dass es deiner Nichte wieder gut geht. Dieses Beispiel zeigt für mich auch sehr eindrücklich, wie das, was an Erfahrungen aus der Außenwelt auf uns zukommt, die Dinge, die sich in uns gerade bewegen berührt. Uns unterstützt, in unseren eigenen Erkenntnis- und Heilungsprozessen weiter zu kommen.
      Wundervolle Sätze von dir:

      „Die Hütte ist keine leichte Lektüre, sie berührt uns in unserem inneren Kern, mit all unseren Ängsten über Wut, Kampf, Verlust und Tod. Gleichzeitig macht die Geschichte Mut, das Leben zu sehen, unseren Zorn zu überwinden und in die Liebe zu gehen.“

      Darum geht es auch für mich, Erfahrungen im Leben und Wissen in Geschichten zu finden, die mich unterstützen mich mit meinen Ängsten, meinen Verlusten und dem Tod in mir in Berührung zukommen. Die mir zeigen, wo und mit wem ich noch kämpfe. Situationen, die mich immer wieder auffordern:

      „Schau dir das an!“ und die mich fragen:

      Begegnungen und Erlebnisse, die meine innere Stimme mich fragen lassen:

      „Irene, wozu kämpfst du noch oder warum lässt du dich auf Kämpfe ein?“

      … und die mich dann in die reife Erkenntnis bringen:

      „Nimm an, was ist und lass los.“

      Denn loslassen ist ein Aspekt der Liebe für die Begegnungen und Erfahrungen, die von mir unveränderbar sind. Bei mir und in der Liebe bleiben, weil dieser Weg so erfüllend und befreiend und heilsam ist.

      Im Grundsatz gebe ich dir Recht, Theresia. Ein Buch zu lesen regt die eigene Vorstellungskraft an und lässt den Film im Kopfkino Gestalt annehmen. Ein Buch geht oftmals wesentlich tiefer als das ein Film vermag. Das habe ich bei vielen, vielen verfilmten Büchern erlebt. Bei diesem Film jedoch war ich total begeistert und freue mich gleichzeitig auf das Buch…

      Danke in diesem Sinne für den Hinweis, Zeit einzuplanen …. das ist ja oft bei tiefschürfenden Büchern so. Sie brauchen ihre Zeit des Lesens, so wie sie ihre Zeit des Schreibens brauchten. Das sind dann auch die Bücher, die ich wiederholt lese.

      Herzliche Grüße
      Irene

  • BiographinIW sagt:

    Hallo, verehrte BlogleserInnen,

    ich sage auf der Grundlage meiner Erfahrungen oft:

    „Ich werde geführt von liebender Hand.“

    Diese, meine innere Führung macht sich durch Eingebungen und Begegegnung mit Situationen und Menschen für mich bemerkbar. In diesem Sinne hatte ich das starke Gefühl, diesen Film unbedingt sehen zu müssen. Aber auch die Inspiration, über diesen Film unbedingt berichten zu müssen. Die Resonanz auf meinen Blog gibt mir Recht.

    Eine der Resonanzen war, dass ein Freund von mir diese Empfehlung aufnahm und ein Kino in seiner Nähe suchte, um sich den Film anzusehen. Wir sprachen dann darüber. Er war ebenso begeistert wie ich, weil wir zwar einerseits jeder unseren persönlichen Lebensweg mit unterschiedlichen Aufgaben gehen … aber andererseits Lebensaufgaben erlösen wollen, die wir in uns erkannt haben. Zum Beispiel:

    „Gott zu finden und die Veränderung zu sein, die wir uns in der Welt wünschen.“

    Das ist ein Weg, den viele Baustellen bis zum Erfolg pflastern. Denn auch wenn wir das wollen, spüren wir in unseren Begegnungen, wie das hochgespült wird aus unseren Seelen, was erlöst werden will.

    So auch in dem Gespräch, dass sich aus der Debatte über diesen Film ergab. Ich war so sprachlos wie mein guter Freund, als ich mich dabei ertappte mich wieder in Kämpfe verwickeln zu lassen und mit zu kämpfen in dem Herzenswunsch etwas klären zu wollen. Mich dabei ertappte bei ihm, anstatt bei mir selbst zu sein. Meinem guten Freund erging es wohl ähnlich…

    Wir beide stimmen, Göttin sei es gedankt, darin überein das diese Reibung und das damit verbundene Loslassen zu unseren gemeinsamen Wachstumsprozessen dazu gehört. Ich weiß und kann es meinem guten Freund vermitteln, dass wir uns niemals verletzen wollen, weil wir uns so schätzen. Das es aber dennoch passiert, eben weil jeder von uns seine eigene Geschichte in sich trägt, die in Liebe auf Heilung und Erlösung hofft. Wir beide haben tief in uns erfahren und verinnerlicht, dass es eine göttliche Kraft war, die uns zusammen geführt hat.

    In diesem Sinne konnten wir uns einem der heißblütigsten Kämpfe unserer Freundschaft – Kämpfe, die wohl bei uns, wie bei dem überwiegenden Teil der Menschheit ein Teil unseres kollektiven Bewusstseins sind – wieder einkriegen. Wir konnten irgendwann, anstatt uns im Kreise zu drehen. voneinander loslassen und uns in dieser Auseinandersetzung weiter entwickeln. Sozusgen jeder konnte wieder in seinen eigenen Schuhen ankommen, dem Gegenüber verzeihen und lösungsorientiert das Problem angehen.

    Das ich gelernt habe, so mit einem Menschen ringen zu können, anstatt wie früher alles runter zu schlucken und tödlich beleidigt zu sein, wie ein von mir geschätzter Mensch so mit mir umgehen kann, dafür bin ich dankbar. Aber auch dafür, erkannt zu haben, dass die Kette der Schuld auch ein Glied in meiner Seele verankert hat und ich dafür verantwortlich bin, mir zu verzeihen für das, was ich an Schuld in diesem und anderen Leben auf mich geladen habe.Ich bin froh mich immer wieder daran zu erinnern:

    „Wer frei von Sünde, der werfe den ersten Stein.“

    Ich bin dankbar, Menschen in meinem Umfeld zu haben, die mich unterstützen zu wachsen und zu reifen, stark zu werden und mich selbst zu lieben. So wie es mein Freund tut.

    Ich bin dankbar, erfahren zu haben, dass ich aufgehoben bin in einem großen Ganzen, dass viele Namen hat: Universum, Göttin, Shiva, der große Geist, Gott oder wie auch immer diese Kraft heißt. Ein –

    „Es ist, was es ist“

    – eine Kraft, die größer ist als ich selbst. Ein einerseits unsichtbares, doch andererseits spürbares Feld, indem ICH aufgehoben bin und auf das ich vertraue. Eine göttliche Essenz, mit der ich ins Zwiegespräch gehen und bitten kann. Eine Essenz, die mir über meine innere Stimme antwortet und mich an das Gute in uns allen glauben lässt. Die mir durch meine Einsichten die Erfahrung schenkt, dass alles was mir geschieht, seinen Sinn hat und alles so geschieht, wie es soll. Und das, damit ich lernen, reifen und als erwachsener Mensch aus meinem tiefsten Innneren heraus handeln kann.

    Herzliche Grüße

    Biographin Irene Wahle

    P.S. Danke Theresia und Gerd für die Inspirationen zu diesem Blog. Segen auf euren Wegen.

  • Liebe Frau Wahle,

    herzlichen Dank für Ihre Zeilen und Ihre Darstellung zu dem Buch „Die Hütte“.

    Ich kenne dieses Buch sehr gut. Ich selbst habe es mehrfach aus verschiedenen Blickwinkeln heraus gelesen und wirken lassen. Ein Buch, dass es im wahrsten Sinne „in sich hat“.

    Man kann zum einen eine Geschichte darin finden, wie sie auf erschütternde Weise unser aller Leben betreffen kann. Aber es beinhaltet auch eine darin befindliche tiefere Ebene, zu deren Wahrnehmung eine Metasicht notwendig ist sowie Vertrauen in die eigenen Gefühle, eine Art Finetuning, für die Feinstofflichkeit unserer Welt.

    Ich selbst bin zwei mal dem Tod von der Schippe gesprungen, einmal dem Rollstuhl knapp entronnen, habe Nahtoderfahrungen gemacht, bin gescheitert und wieder aufgestanden. Meine Erfahrungen haben meinen Blick auf unsere Welt, unser Miteinander, unser Wirken verändert. Prioritäten haben sich verschoben. Ich habe alles aufgegeben, um an einem anderen Ort ganz neu zu beginnen. Wohl wissend, dass eine Reise ohne Gepäck nicht möglich ist. Zu jener Zeit viel mir dieses Buch in die Hände.

    Gelernt habe ich, dass wir menschliche Wesen, nur bedingt Einfluss auf unser Leben nehmen können. In Form der reflektierten Eigensteuerung. Polarität und Resonanz begleiten uns. Das Leben selbst regelt viele Dinge und Ereignisse und muss angenommen und zugelassen werden. Denn wirklich zu Hause sein, können wir nur bei uns und in uns selbst.

    In diesem Sinne, danke ich Ihnen von Herzen, für Ihre Inspirationen und den wunderbaren Austausch.

    Ich freue mich auf mehr.

    Ihre Gabi Stratmann

    • BiographinIW sagt:

      Liebe Frau Stratmann,

      von Herzen danke für Ihren Kommentar, indem Sie uns auf sehr persönliche Weise an Ihrem Leben teilhaben lassen.

      Danke auch für Ihren Hinweis, dass Sie

      „Die Hütte- ein Wochenende mit Gott“

      mehrmals gelesen haben. Schon, nachdem ich den Film sah und vom Buch hörte, dachte ich mir, das dies ein Werk ist, dass sich mir erst im mehrmaligen lesen in seiner ganzen Tiefe offenbart.

      Bin auch ganz mit Ihnen, dass in jedes Leben Schicksalsschläge einbrechen können … und so wie ich es auf meinem Lebensweg erfahren habe, dies auch oft mehr als einmal geschehen kann.
      Aus meinen Schicksalsschlägen habe ich wie Sie die Erkenntnis gewonnen, dass das Leid zu meiner Lehrmeisterin wurde. Eine Lehrerin, die mein Herz bildet und mich ins Vertrauen führt. Metaebene ist ein feiner Ausdruck, der die höhere Ebene greifbarer beschreibt … jene Ebene, die wir Gott, Göttin, statisches Bewusstsein, höheres Selbst, Universum oder wie auch immer nennen

      … jene losgelöste Ebene, die auch uns das Schauen auf die eigenen Erlebnisse reflektiv ermöglicht … so wie es auch diesem Buch zu gelingen scheint …

      … erfassen kann der Mensch jene Ebene, der seine Wahrnehmung schult, der offen ist jenseits aller Dogmen, der sich dem Leben hingibt mit all seinen Dellen und Höhepunkten … und in diesem Sinne bin ich wirklich gespannt wie ein Flitzebogen auf das Buch – das nun auf dem Weg zu mir ist -.

      Sie schreiben:

      „[…] Ich selbst bin zwei mal dem Tod von der Schippe gesprungen, einmal dem Rollstuhl knapp entronnen, habe Nahtoderfahrungen gemacht, bin gescheitert und wieder aufgestanden. Meine Erfahrungen haben meinen Blick auf unsere Welt, unser Miteinander, unser Wirken verändert. […]“

      Mein MItgefühl, dass Sie derartig leidvolle Erfahrungen machen mußten. Ich kann das gut nachfühlen, denn ich habe über Jahre ähnliche Erfahrungen gemacht. Bin im wahrsten Sinne des Wortes um Haaresbreite dem Rollstuhl nach einem Sturz vom Pferd entronnen. Über mehrere Jahre habe ich alle Gräben im Weg ausgelotet und bin doch wieder auferstanden, … um dann jenseits allen Greifbaren in eine Welt voller Licht und Leichtigkeit einzutauchen … aus der Dunkelheit wurde Licht hinter dem Horinzont des Todes … ausgerechnet während einer Gedenkfahrt für einen verstorbenen Freund, einen Käptn, auf einem alten Segelschiff…

      Wäre gern dort geblieben in dieser Welt aus Licht, aber ich soll wohl noch Aufgaben hier erledigen… Das scheint bei Ihnen ähnlich zu sein…

      Sie schreiben weiter:

      „[…] Prioritäten haben sich verschoben. Ich habe alles aufgegeben, um an einem anderen Ort ganz neu zu beginnen. Wohl wissend, dass eine Reise ohne Gepäck nicht möglich ist. Zu jener Zeit viel mir dieses Buch in die Hände. [….]

      Das glaube ich Ihnen zu 100%, dass sich nach solchen Erlebnissen die Prioritäten verschoben haben. Herzlichen Glückwunsch, dass Sie den Mut hatten, alles aufzugeben und neu zu beginnen. Aber auch, dass Sie wußten, dass Sie Ihre Geschichte mit sich nehmen … In den Bereich der Mutmaßungen gehend, haben Sie diese Erlebnisse unterstützt, heraus zu finden, was Sie wirklich wollen im Leben. Dieses Buch muss in jenen schmerzvollen Augenblicken wie eine Offenbarung für Sie gewesen sein.

      Am Anfang meiner geistigen Geburt stand ein riesiges schwarzes Loch, was mein gesamtes bisheriges Leben verschlang mit all dem was scheinbar wichtig war. Lange war mir unklar, ob ich leben oder sterben würde. Als ich mich fürs hier bleiben entschied, legte sich ein Schalter in mir um. Ein unumkehrbarer Prozess begann, der bis heute anhält. Als ich meinem schwarzen Loch entronnen war, spürte ich diese innere Führung ohne ihr einen Namen geben zu können. Etwas hatte sich in meinem Leben verändert, trug mich und führte mich. Und das, obwohl ich nie bewusst darum gebeten hatte. Ich habe Gott nie gesucht, ES hat mich gefunden … erhörte mein Stoßgebet:

      „Ich will ein glückliches, zufriedenes und erfolgreiches Leben führen.“

      … und da schließe ich mich Ihnen wieder an: Leben hat zwei Seiten. Und je mehr Mut ich habe, die Illusion ICH könnte irgendetwas kontrollieren, aufgebe jemehr Ängste kommen hoch, um sich zu verabschieden. Zurück bleibt eine geheilte Angst, die mir weise Führerin auf dem schmalen Grad zwischen meiner Angst und dem, was meine SEELE leben möchte, ist.

      Ich reife ins Vertrauen darauf, die Tiefe des Sinns meines Lebens zu erfahren. Meine Gabe, Erlebnisse reflektieren und einordnen zu können stärkt sich. Ich lerne anzunehmen was ist, das manche Erfahrung in Endlosschleife auf dem Plattenspieler meines Lebens rödelt. Bis auf einmal der Blitz einschlägt und eine neue Erkenntnis durchbrechen lässt.

      Es ist wundervoll, wenn es gelingt, mich den Möglichkeiten des Daseins zu öffnen und zu vertrauen, dass alles, was mir das Leben schenkt gut für mich ist. Auch wenn mir momentan die Haare bei dieser oder jener Erfahrung zu Berge stehen …

      Schön, dass auch Sie in sich zu Hause und bei sich angekommen sind. Das ist der Lohn der Mühen. Das wünsche ich jedem Menschen. Dieses bei sich sein schenkt mir mehr und mehr das Gefühl, alles ist gut, so wie es ist.

      Gern habe ich Sie iinspiriert, werte Frau Stratmann, und danke Ihnen ebenfalls für Ihre Eingebungen. Ich danke auch Ihnen für den Austausch, segne Ihre Wege und wünsche Ihnen viel Kraft und Liebe für all die Dinge die Ihr Leben ausmachen.

      In diesem Sinne: auch ich freue mich auf den weiteren Austausch.

      Herzliche Grüße

      Irene Wahle

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