Geschichten

Abschied ins Leben

 Wir trennen Leben und Tod. Eine unangemessene Unterscheidung.

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Der Brunnen

Der alte Brunnen spendet leise sein Wasser täglich gleicherweise.
Ich möchte diesem Brunnen gleichen, was in mir ist, stets weiterreichen …

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Es war einmal ein Mann in Indien

den liebten alle, die ihn kannten. Denn er war ein freundlicher, glücklicher, zufriedener und stets fröhlicher Zeitgenosse.
Eines Tages fühlte er sein Ende kommen. Er bat die, die ihm nah standen an sein Sterbebett und sagte: “Wenn ich gestorben bin, dann verbrennt mich in dem Anzug, den ich gerade trage.” (Anmerkung BiographinIW: In Indien ist es noch üblich, dass sich z.B. die Hindus draußen inmitten eines mit Sandelholz und Gi versehenen Holzfeuers verbrennen lassen)
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Den Löffel abgeben

Wer den Tod eines Mitmenschen etwas zynisch umschreiben will, der kann auch sagen:

„Er hat den Löffel abgegeben.“

Doch was hat nun der Löffel mit dem Aushauchen des Lebens zu tun?

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Denk daran: ” Einmal musst du es verlassen”

Über der Haustür eines alten Bauernhauses sind tief ins Holz des Balkens die Worte geschnitten:

“Ich muss es verlassen.”

 Die Worte sind eine Predigt an die Vergänglichkeit. Liest man sie zum erstenmal, wird einem weh ums Herz. Dieser Satz ist wie eine Kerze, deren Flamme vom Wind zerzaust und niedergedrückt wird. Aber dieses alte und schiefe Haus lebt mit diesem Satz schone einige hundert Jahre. Jeden Tag ruft das Haus mit diesem Satz den Vorübereilenden zu:

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BiographinIW

Irene Wahle

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